Denkmalprämierung 2007

Der Bezirk Mittelfranken prämiert alljährlich gelungene Sanierungen von Baudenkmälern. Deren Besitzer bzw. die Verantwortlichen, die viel Geld, Zeit und Engagement in die Bauarbeiten gesteckt haben, erhalten in einer Feierstunde, die heuer im prämierten Freyerskeller in Hilpoltstein stattfindet, vom Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch eine Urkunde und ein vom Bezirk herausgegebenes Buch, in dem auch ihr Baudenkmal in Wort und Bild vorgestellt ist. Eine fachkundige Jury wählte aus den meist von den Kreisheimatpflegern vorgeschlagenen Objekten anhand von Bildern und schriftlichen Informationen die überzeugendsten Sanierungsmaßnahmen aus und präsentiert diese in einer Bilderausstellung sowie in einem Lichtbildervortrag während der Feierstunde.

Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, der Gebietsreferent des Landesamts Dr. Florian Koch, Hans und Hedwig Gruber, Helmut Ackermann, der stellvertretende Landrat Otto Heiß, Kreisheimatpfleger Manfred Horndasch, Albert Gerngroß, Georg und Petra Simon und Kreisheimatpfleger Georg Schultheiß beim Erinnerungsbild.

Euerwang: Flurkreuze

Familie Simon aus dem Gredinger Ortsteil Euerwang besitzt zwei Flurkreuze am westlichen und am südlichen Ortsrand. Das ältere, ein freistehendes Kruzifix aus Kalkstein, wurde 1862 errichtet. Die Besitzer ließen den Stein reinigen, die gusseisernen Figuren von Christus und seiner Mutter Maria nachvergolden und die fehlenden kleinen Dächer über ihnen zum Regenschutz wieder anbringen. Außerdem grenzten sie das Flurdenkmal mit neuen Vierkanthölzern ab, die in die bestehenden Abgrenzungssteine eingesteckt wurden. Das Kreuz an der Abzweigung westlich des Dorfs steht auf drei Sockelteilen aus Kalk- und Sandstein. Der Kruzifixus und der Kreuzaufsatz waren kaum verwittert, hingegen war die Schrift auf dem Sandsteinsockel kaum mehr zu lesen, der Stein und auch die Kalksteine darunter sehr desolat. Familie Simon ließ die Sockelsteine mit der Inschrift wie die Vorbilder aus Kalk- und Sandstein erneuern und mit abstrahierten Felsornamenten verzieren sowie die Christusfigur nachvergolden. Nun sind beide Feldkreuze wieder Schmuckstücke in der Euerwanger Flur.

Hilpoltstein: Umgebautes Transformatorenhaus

Familie Gruber baute ein ehemaliges Transformatorenhaus zu einer modernen Wohnung um. Das Besondere: Das Trafohaus wurde wohl in den 1930er Jahren auf den Resten eines mittelalterlichen Turms der Stadtmauer errichtet. Ans Trafohaus erinnern beispeilsweise noch die großen 20 kV-Isolatoren oben an der Außenwand oder innen neben der Eingangstür ein Kraftstrom-Schalter. Beim Umbau zur Wohnnutzung beachteten die Eigentümer, dass das ursprünglich beabsichtigte Zusammenspiel von vorhandener mittelalterlicher Bausubstanz und neuzeitlichem Trafohaus-Aufbau ablesbar blieb.

Heuberg: Kirche St. Walburga

Die katholische Kirchenstiftung Heuberg ließ die Kirche St. Walburga innen gründlich renovieren, nachdem sie Ende der 90er Jahre außen saniert worden war. Bei den Altären platzten schollenweise Farbschichten ab, auch fehlten einige Stellen ganz, so dass die Farbschichten gefestigt und die Fehlstellen retuschiert werden mussten. Das Bild im Hochaltar zeigte Risse und wurde fachgerecht saniert. Der Altaraufbau wurde gefestigt, die Bilder und Figuren restauriert und das Kirchenschiff neu ausgemalt, die Bänke abgeschliffen und gestrichen. Im April feierte man mit einem feierlichen Gottesdienst der Abschluss der gelungenen Renovierung.

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