Heimatkundliche Sammlung Heideck

Das Museum, das im Juli 1986 eröffnet wurde, befindet sich in acht kleinen Räumen im Erdgeschoss des Rathauses, einer spätgotischen Zehntscheune. Es setzt weniger auf große Kultur, sondern mehr auf Alltägliches, das Leben und Arbeiten der "kleinen Leute". Ältere Besucher werden an ihre Kindheit erinnert und erzählen ihren Kindern und Enkeln, wie es früher war. Der Arbeitskreis, der das Museum betreut, tauscht jährlich Teile der Sammlung aus und experimentiert mit Themen und Ausstellungsformen.

Handwerk:

Heideck war in früheren Zeiten keine Stadt der Manufakturen, sondern eine Stadt der kleinen Handwerker, die unter einfachen Verhältnissen oft mehr zu reparieren hatten, als neue Waren anzufertigen. Die Vielfalt an Handwerksberufen war groß. Momentan stellen wir eine Schneider-Werkstatt aus.

Haushalt:

Erinnerungsintensiv will unser Museum sein. So zeigen wir "Großmutters Küche" mit Sparherd und Küchen-Utensilien, die nicht mehr so bekannt sind, z. B. eine Kochkiste: Energiesparen damals.Unter dem Motto "Truhe, Schrank und Himmelbett" zeigen wir eine Schlafkammer mit bemalten Möbeln aus unserer Gegend.



Schule:


Jeder hat sie einmal drücken müssen, die berühmte Schulbank, und er kann dies bei uns in unserer Schulstube immer noch, es sei denn, man hat seit der Schulzeit zu viel Wohlstandspeck angesetzt. Die "Dreisitzer" anno 1900 sind nämlich ziemlich eng. So erfreuen sich
mehr die Kinder daran und toben ihren Schulfrust mit Griffeln auf Schiefertafeln aus. Den gezeigten "Tatzenstecken" bringen wir dann in Sicherheit.



Landwirtschaft:

Die "Dörfler" der Umgebung von Heideck hatten es besser als die "Städter", waren doch die Böden auf der Vorstufe des Jura fruchtbarer als die Sandböden am Flüsschen "kleine Roth". Immerhin, der Hopfen gedeiht gut um unsere Stadt. Zur Zeit zeigen wir "So ein Mist! Einige Kapitel aus der Geschichte der Düngung".

Trachten:

Heideck lag im "Grenzland". Die Stadt gehörte über Jahrhunderte hinweg zu Pfalz-Neuburg, grenzte aber unmittelbar an Brandenburg-Ansbachisches Gebiet. Somit lag Heideck an der Konfessionsgrenze katholisch-evangelisch. Die Kleidung der katholischen Bewohner Heidecks bzw. der protestantischen Umgebung können Sie in der Schneider-Werkstatt sehen.

Hafnerware:

In einem der Räume unseres Museums ist eine umfangreiche Privat-Sammlung aufgebaut. Für den Heimatkundler aus unserer Gegend sind besonders die Exponate aus dem Treuchtlinger Raum interessant. Aber auch Hafnerwaren aus anderen Gebieten Deutschlands sind zu sehen. Beachtung verdienen auch die Ausstellungsstücke, die zeigen, wie gut der Hafenbinder sein Handwerk verstand.

Von der Ritterstadt zur Bürgerstadt - Funde aus der archäologischen Grabung am Marktplatz 1999

Die Ausstellung beginnt mit der ersten Burg auf Heidecker Stadtgebiet, die oberhalb von Altenheideck stand. Von der zweiten Burg auf dem Schloßberg zeugen zwei Schwerter und ein Bratspieß, die vor ca. 20 Jahren bei Baggerarbeiten zu Tage traten. Breiten Raum nehmen die Dokumentation des alten Rathauses in Heideck in Wort und Bildern und die Präsentation von Funden ein. Daran, dass um die Kirche einst der Friedhof war, erinnert die letzte Vitrine.

Sonderausstellungen:

Jungsteinzeitliche Funde rund um den Schloßberg aus der Sammlung Vinzenz Wohlmuth.