Denkmalprämierung 2001

Alljährlich führt der Bezirk Mittelfranken (Bezirksheimatpfleger) eine Denkmalprämierung durch, bei der besonders gelungene Sanierungen von Gebäuden und Flurdenkmälern ausgezeichnet werden. Dadurch soll das öffentliche Interesse an der Denkmalpflege gefördert werden und Besitzer von denkmalgeschützten Objekten motiviert werden, diese nicht nur zu erhalten, sondern auch zu sanieren und damit aufzuwerten.

Am 20. November 2001 fand die Prämierung folgender Denkmäler in Herrieden statt:

Greding: Wegkapelle

Die barocke Wegkapelle direkt neben der Straße ist seit 1904 eine Lourdes-Kapelle.

Bei der Sanierung wurde eine neue Turmspitze aufgesetzt und das Dach mit alten Handstrichziegeln neu eingedeckt. Der abblätternde Putz wurde mit dem Mauerwerk wieder fest verbunden und nach Befunden neu gestrichen.

Günzenhofen: Dreifaltigkeitskapelle

Die etwa 300 Jahre alte Dreifaltigkeitskapelle wurde total saniert. Herausragend war dabei das Engagement der Dorfbewohner.

Heideck: Schloss Kreuth

Zur Schlossanlage, die nördlich von Heideck liegt, gelangt man durch eine einreihige Auffahrtsallee, die im 18./19. Jahrhundert entstand. Der Torturm, durch den man in den Schlosshof gelangt, wurde im Jahr 1999 saniert.

Das Herrenhaus mit dem Mansard-Dach wurde in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut, ebenso das Nebengebäude mit Mansard-Dach. In den letzten zwei Jahren wurden beide restauriert, so dass die Schlossanlage wieder in vollem Glanz dasteht.

Burg Hofberg bei Obermässing

Die Burg, die im Kernbereich aus dem späten 13. Jh. stammt, wurde gegen Ende des 15. Jh. erweitert, indem in etwa 8-10 m Abstand eine neue Ringmauer hochgezogen und der Zwischenraum zwischen alter und neuer Umwehrung aufgeschüttet wurde. Diese Auffüllung war es nun, die die jüngere Zwingermauer nach außen drückte, wobei Teile davon schon zu Tal gerutscht waren. Es galt, das verbliebene Bruchstein-Mauerwerk der Wehrmauern und Türme zu sichern und zu sanieren. Der Gredinger Verein für Kultur- und Heimatpflege mit seinem Vorsitzenden Adolf Hackner und Ernst Wurdak, Kreisheimatpfleger a. D., haben sich der Sache angenommen, und so konnte 1999 das Bruchstein-Mauerwerk der 5 m hohen Wehrmauer am Halsgraben auf 40 m Länge sowie der Nordwest-Turm der Anlage von mit solchen Arbeiten vertrauten Maurern aus Obermässing denkmalgerecht saniert werden. Im Jahr 2000, sanierte man den stark einsturzgefährdeten Südwest-Turm.

Auf Initiative von Landrat Herbert Eckstein wurden aus der Sparkassenstiftung Roth-Schwabach bedeutende Mittel zur Anschub-Finanzierung gegeben.

Sorg: Schlösslein

Um 1660 erbaute sich der österreichische Glaubensflüchtling Franz von Schwab auf der Schwarzachtal-Terrasse ein barockes Schlösslein. Dieses wurde nun liebevoll restauriert.

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Wendelstein: Trauzimmer im Rathaus

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Wendelsteiner Rathaus erbaut. Ein neugotischer Raum wurde saniert und als Trauzimmer eingerichtet.

 

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