Denkmalprämierung 2002

Alljährlich führt der Bezirk Mittelfranken (Bezirksheimatpfleger) eine Denkmalprämierung durch, bei der besonders gelungene Sanierungen von Gebäuden und Flurdenkmälern ausgezeichnet werden. Dadurch soll das öffentliche Interesse an der Denkmalpflege gefördert werden und Besitzer von denkmalgeschützten Objekten motiviert werden, diese nicht nur zu erhalten, sondern auch zu sanieren und damit aufzuwerten.

2002 wurden folgende Objekte im Landkreis Roth ausgezeichnet:

Allersberg: Wallfahrtskirche St. Wolfgang

Nach zweieinhalb Jahren Generalinstandsetzung wurde im Juli die Sankt Wolfgangskirche wieder eingeweiht. Sie war früher eine beliebte Wallfahrtsstätte und eine Station am Wallfahrtsweg nach St.Wolfgang am Wolfgangssee. Eine erste Kapelle entstand 1472, eine neue zu Beginn des 18. Jahrhunderts, die später umgestaltet und vergrößert wurde. Die letzte Fassung vom Ende des 19. Jahrunderts ließ die Kirchenstiftung jetzt sanieren.

Heideck: Pfarrhaus

Das Pfarrhaus am Marktplatz aus dem Jahr 1813 wurde nach dem Pfarrerwechsel saniert. Die Kirchenstiftung ließ die Wandgestaltung der Innenräume nach Befunden rekonstruieren. Beispielsweise wurden Stuckleisten und die Wandbemalung ergänzt. Auch der historische Bretterboden wurde saniert.

Heideck: Wohnhaus

Privatleute sanierten von außen das älteste bisher bekannte Gebäude Heidecks, das 1384 an der Hauptstraße errichtet wurde. Der zweigeschossige Traufseitbau mit Fachwerkgeschoss besitzt ein steiles Halbwalmdach.

Heimbach: Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung

Die Pfarrkirche, eine mittelalterliche, in der Barockzeit umgebaute Anlage, wurde von der Kirchenstiftung außen gründlich saniert, da die vom Boden aufsteigende Feuchtigkeit durch den alten, stark zementhaltigen Putz nicht entweichen konnte und nach oben stieg. Hervorzuheben ist die große Eigenleistung der Pfarrangehörigen.

Bei den Arbeiten fand man überraschend ein spitzbogiges Portalgewände an der Nordseite – der Kircheneingang aus gotischer Zeit. Er lag auf der dem Friedhofstor abgewandten Seite, ein Hinweis darauf, dass die Kirche wohl auch Verteidigungszwecken diente.

Hilpoltstein: Wohnstallhaus

Das kleine Wohnstallhaus aus dem Jahre 1720 liegt etwas versteckt in der Kirchenstraße und stand 20 Jahre lang leer. Die neuen Besitzer, Privatleute, leisteten in ihnrer Freizeit viele Arbeitsstunden, um das Haus so zu sanieren, dass es modernen Wohnansprüchen genügt.

Leerstetten: Wohnstallhaus

Das Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert wurde außen gut saniert. Das war wichtig für das Ortsbild von Leerstetten, da das jetzt als Gaststätte genützte Haus gegenüber der Kirche steht.

Spalt: altes Kurhaus

Ein Handwerker sanierte das ehemalige private Erholungsheim im Jugendstil vorbildlich. Jetzt sind in dem Haus Privatwohnungen untergebracht.

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