Denkmalprämierung 2004

Alljährlich führt der Bezirk Mittelfranken (Bezirksheimatpfleger) eine Denkmalprämierung durch, bei der besonders gelungene Sanierungen von Gebäuden und Flurdenkmälern ausgezeichnet werden. Dadurch soll das öffentliche Interesse an der Denkmalpflege gefördert werden und Besitzer von denkmalgeschützten Objekten motiviert werden, diese nicht nur zu erhalten, sondern auch zu sanieren und damit aufzuwerten.

2004 wurden in Herzogenaurach folgende Denkmäler ausgezeichnet:

Eisenhammer: Herrenhaus

Das Herrenhaus des Eisenhammers bei Eckersmühlen wurde 1699/1700 vom damaligen Hammerherren als repräsentatives udn handwerklich anspruchsvolles Anwesen erbaut. In der Folge wurde es mehrfach erweitert, meist anlässlich von Hochzeiten oder Besitzübergaben an die nächste Generation. Der letzte Hammerschmied Fritz Schäff beließ seit 1956 alles beim Alten und lebte bis 1994 allein in diesem Haus. Der Landkreis und die Stadt Roth kauften Mitte der 80er Jahre das Anwesen und bauten es zum Museum um. Die Erdgeschosswohnung von Fritz Schäff wurde zum Museum. Sie wurde so hergerichtet, wie Fritz Schäff gelebt hat, mit gedeckter Kaffeetafel, auch in der Küche steht alles bereit zum Kochen. Das Arbeitszimmer, in dem Fritz Schäff die Familien- und Mühlengeschichte erforschte, wirkt so, als hätte er es nur kurz verlassen. Die Brille liegt über aufgeschlagenen Schriften bereit.

Greding: Pfarrkirche St. Jakob

Mit hohem finanziellem Aufwand sanierte die Kirchenstiftung Greding ihre Pfarrkirche St Jakob und die Michaelskapelle auf dem Friedhof. Der desolate Dachstuhl der barocken Pfarrkirche wurde repariert und ein neues Türmchen aufgesetzt. Bei den Arbeiten musste die Stuckdecke abgestützt und restauriert werden.

Greding: Michaelskapelle mit Karner

Auch bei der Michaelskapelle war es nötig, den aus den Fugen geratenen Dachstuhl zu reparieren. Besonders gelungen ist die Wiedereindeckung des Dachs mit historischen Ziegeln. Beim Außenputz hat man die Altersspuren nicht beseitigt, was das Amt für Denkmalpflege sehr begrüßt.

Heimbach: Wohnstallhaus

Das Wohnstallhaus in Jurabauweise neben der Kirche in Heimbach wurde von den Besitzern in jahrelanger Arbeit saniert. Bemerkenswert sind die erhaltenen Schablonenmalereien in einer der Stuben und eine Malerei an der Fassade.

Hilpoltstein: Grimmhaus

Das Grimmhaus in der Hilpoltsteiner Marktstraße wurde von den Besitzern innen behutsam und mit großem Engagement und hoher Eigenleistung saniert. Sie legten mit viel Mühe den Stuck in zwei Räumen frei und strichen die Wände und Decken mit Sumpfkalk und Pigmenten, jeden Raum in einer anderen Farbe.

Hofberg bei Obermässing: Wohnhaus

Das Untergeschoss eines Wohngebäudes am Hofberg sanierten die Besitzer unter Verwendung alter Techniken und Materialien. Die gewölbten Räume erhielten Kastenfenster, die der Besitzer nach den historischen Mustern mit nachgebauten Beschlägen herstellte.

Kottensdorf und Kleinschwarzenlohe: je eine Scheune

Zwei große Scheunen wurden in Kottensdorf und Kleinschwarzenlohe saniert.

Spalt: Hopfenbauernhaus

Hopfenbauernhäuser haben große, steile Dächer, in deren Stockwerken der Hopfen zum Trocknen ausgebreitet wurde. Solche Anwesen prägen das Ortsbild von Spalt, wo ein Hopfenbauernhaus saniert wurde.

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